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Warum manche Menschen trotz Normalgewicht eine Fettleber entwickeln


Prof. Roy Taylor beschreibt dies mit dem Konzept der individuellen Fettschwelle.*

Solange überschüssige Energie im Unterhautfettgewebe gespeichert werden kann, bleibt der Stoffwechsel oft stabil. Ist diese persönliche Speicherkapazität überschritten, lagert sich Fett vermehrt in Organen ab – besonders in der Leber und teilweise auch in der Bauchspeicheldrüse. Deshalb kann eine Fettleber auch bei einem scheinbar normalen Körpergewicht entstehen.

Taylors Studien zeigen: Sowohl bei schlanken als auch bei übergewichtigen Menschen kann eine Gewichtsabnahme das Leberfett deutlich verringern. 

Entscheidend ist daher nicht nur, ob der BMI im Normalbereich liegt, sondern ob das eigene Gewicht bereits über der individuell verträglichen Grenze liegt.
Die als „individuell verträgliche Grenze“ bezeichnete Größe stellt lediglich ein Modell dar und ist kein konkret messbarer Gewichtswert.

Die Ernährung sollte der jeweiligen Stoffwechselsituation angepasst und dauerhaft umsetzbar sein.

*Taylor R et al. Aetiology of Type 2 diabetes in people with a ‘normal’ body mass index: testing the personal fat threshold hypothesis. Clinical Science. 2023;137(16):1333–1346. DOI: 10.1042/CS20230586.

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