Die TCM unterscheidet zwischen angeborenem (pränatalem) Jing und erworbenem (postnatalem) Jing.
Das angeborene Jing wird von den Eltern mitgegeben und bildet unsere konstitutionelle Grundausstattung. Es kann nach Vorstellung der TCM nicht aufgefüllt werden und sollte daher möglichst geschont werden.
Erworbenes/postnatales Jing entsteht aus den verwerteten Essenzen von Nahrung und Flüssigkeiten. Eine regelmäßige, nährstoffreiche und gut verdauliche Ernährung soll den Körper im Alltag gut versorgen und helfen, das angeborene Jing zu schonen.
In der Fünf-Elemente-Lehre ist dem Nierenfunktionskreis klassisch die Farbe Schwarz zugeordnet. In der chinesischen Ernährungslehre werden daher schwarze und sehr dunkle Lebensmittel häufig zur Unterstützung des Nierenfunktionskreises empfohlen. Dazu zählen zum Beispiel schwarzer Reis, schwarzer Sesam, schwarze Bohnen beziehungsweise schwarze Sojabohnen sowie dunkle Beeren wie Heidelbeeren, Brombeeren und schwarze Johannisbeeren.
Darüber hinaus gelten auch andere Lebensmittel als kräftigend oder unterstützend für Niere und Essenz, etwa Walnüsse, chinesische Yamswurzel, Eier, Fisch, Meeresfrüchte, Kastanien sowie kräftige Suppen und Brühen. Hafer und Hirse eignen sich besonders als gut verträgliche Grundlage für warme Mahlzeiten.
Da das Nieren-Jing die Grundlage von Nieren-Yin und Nieren-Yang bildet, berücksichtigt die Ernährung in der TCM auch, ob eher ein Yin- oder ein Yang-Mangel vorliegt.

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