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Was steuert Hunger und Sättigung?

Appetit wird durch ein komplexes Zusammenspiel von Hormonen, Nervensystem, Energiespeichern und Umweltreizen reguliert.

Ghrelin wird vor allem im Magen gebildet und fördert den Hunger. Seine Konzentration steigt häufig vor Mahlzeiten und kann nach einer Gewichtsabnahme erhöht sein.
Leptin stammt hauptsächlich aus dem Fettgewebe und informiert das Gehirn über die vorhandenen Energiereserven. Bei Adipositas kann seine Wirkung abgeschwächt sein.
Insulin reguliert den Blutzucker und unterstützt die Aufnahme und Speicherung von Nährstoffen.
Cortisol mobilisiert bei Stress Energie. Chronisch erhöhte Cortisolspiegel und anhaltender Stress können zudem Appetit und Essverhalten beeinflussen.
Cholecystokinin (CCK), Peptid YY (PYY) und GLP-1 werden nach dem Essen im Darm freigesetzt und fördern die Sättigung. GLP-1 verlangsamt außerdem die Magenentleerung und fördert die glukoseabhängige Insulinausschüttung.

Ghrelin, Leptin, Insulin, CCK, PYY und GLP-1 bilden gemeinsam mit dem Gehirn ein fein abgestimmtes Regulationssystem für Hunger, Sättigung und Energiehaushalt. Schlaf, Stress und Gewohnheiten beeinflussen zusätzlich, wann und wie viel wir essen.

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