Bei orthopädischen Behandlungen erweitert der Ultraschall den Blick in das Gewebe. Die Ärztin oder der Arzt kann die Nadel während des Eingriffs in Echtzeit verfolgen und die jeweilige Zielstruktur präzise erreichen.
Ultraschallgezielte Infiltrationen: Medikamente und Präparate wie Kortison, Hyaluronsäure oder Eigenblut beziehungsweise PRP können unter direkter Ultraschallsicht gezielt in ein Gelenk, einen Schleimbeutel oder an eine Sehne eingebracht werden. Alternativ kann der Zugangsweg zur Zielstruktur vorab sonografisch markiert werden. Dadurch lässt sich die Treffsicherheit erhöhen und das Risiko einer Verletzung von Nerven oder Gefäßen verringern.
Häufige Anwendungsbereiche sind Schulter, Hüfte, Knie, Facettengelenke und Sehnenansätze, beispielsweise beim Tennisarm.
Punktionen: Gelenkergüsse und andere schmerzhafte Flüssigkeitsansammlungen können gezielt punktiert und entlastet werden.
Needling bei Kalkschulter: Kalkablagerungen können unter Ultraschallsicht mit einer Nadel gelockert, fragmentiert oder – je nach Verfahren – ausgespült werden. Dies kann den Abbau der Kalkdepots unterstützen.

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