Schon unsere Urgroßmütter wussten: Bitteres vor oder zu den Mahlzeiten kann die Verdauung anregen.
Bitterer Geschmack fördert den Speichelfluss und kann über Nervenreflexe die Verdauung vorbereiten. Bitterstoffe wirken dabei nicht nur auf der Zunge. Bitterrezeptoren finden sich auch im Magen-Darm-Trakt und können dort Appetitregulation, Magenentleerung, Darmhormone, Blutzuckerantwort und Motilität beeinflussen.
Bitterstoffe sind keine Wundertherapie, aber ein sinnvoller natürlicher Reiz für Verdauung und Stoffwechsel.
Normale Mengen Bittergemüse wie Rucola, Radicchio, Chicorée, Endivie, Löwenzahnblätter oder Artischocke sind für gesunde Menschen meist unproblematisch. Vorsichtiger sollte man mit konzentrierten Bitterextrakten oder Kombinationen mehrerer galleanregender Kräuter sein, bei bekannten Gallen-, Leber- oder Magenproblemen.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8072924/?
Effects of Bitter Substances on GI Function, Energy Intake and Glycaemia-Do Preclinical Findings Translate to Outcomes in Humans?
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6158035/?
Intestinal bitter taste receptor activation alters hormone secretion and imparts metabolic benefits
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6683113/?
Taste and the Gastrointestinal tract: from physiology to potential therapeutic target for obesity
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4622133/?
The Bitter Taste Receptor Agonist Quinine Reduces Calorie Intake and Increases the Postprandial Release of Cholecystokinin in Healthy Subjects

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