Lange galt: 🥕Weniger essen, 🏃♀️➡️mehr bewegen.
Aber auch hormonelle Faktoren spielen eine Rolle.
Adipositas kann mit Einflüssen zusammenhängen, die die Cortisolproduktion erhöhen – zum Beispiel chronischer Stress.
Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel kann:
- die Fettspeicherung begünstigen (v. a. im Bauchbereich)
- die Gewichtsregulation erschweren
- den Blutdruck erhöhen
- den Schlaf beeinträchtigen.
Viele Menschen kämpfen mit ihrem Gewicht – trotz Disziplin, gesunder Ernährung und Bewegung.
Häufig liegt die Ursache im Zusammenspiel von Stress, Hormonen und Stoffwechsel.
Die Empfehlung „weniger essen, mehr bewegen“ greift oft zu kurz.
Der Körper ist ein komplex reguliertes System. Hormone regulieren, wie der Körper Energie speichert, nutzt und freisetzt.
Chronischer Stress kann die Entstehung von Adipositas und kardiometabolischen Erkrankungen fördern – im Zentrum steht dabei das Hormon Cortisol.
Erhöhte Cortisolwerte können bei körperlichem und psychischem Stress, Infektionen, schweren Verbrennungen, Psychosen, Adipositas sowie bei bestimmten hormonellen Einflüssen auftreten.
Unter Östrogentherapie oder Einnahme oraler Kontrazeptiva kann das gemessene Gesamtcortisol erhöht sein, ohne dass das biologisch aktive freie Cortisol tatsächlich erhöht ist. Ursache ist meist ein Anstieg des Cortisol-bindenden Globulins (CBG, Transcortin).
Cortisol kann bestimmt werden über:
- Blut
- 24-Stunden-Urin (Gesamtproduktion)
- Speichel.
Ein Speichel-Tagesprofil/Speicheltest kann besonders sinnvoll sein bei:
- chronischem Stress
- Erschöpfung
- Schlafstörungen.
Cortisolwerte unterliegen starken Tagesschwankungen (morgens am höchsten, nachts am niedrigsten) – ein einzelner Wert ist daher oft wenig aussagekräftig.
Da die Referenzwerte methodenabhängig sind und stark variieren können, wird der jeweilige Befundbericht zur Bewertung herangezogen.
Der Zusammenhang zwischen Stress und Adipositas ist vielschichtig und betrifft körperliche, mentale und verhaltensbezogene Prozesse.
Was Sie selbst tun können
Entscheidend ist das Zusammenspiel von:
- Stress
- Schlaf
- Ernährung
- Bewegung
- hormoneller Regulation.
Achten Sie auf:
- regelmäßigen, ausreichenden Schlaf
- bewusste Stressreduktion
- ausgewogene Ernährung
- angepasste Bewegung.
👉 Ziel: Regulation statt Überlastung
Literatur:
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11643766
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5958156
https://flexikon.doccheck.com/de/Cortisol
https://www.endokrinologie.net/krankheiten-nebenniereninsuffizienz.php
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11907100

Sie finden uns unter fb.me/praxis.dr.p.singer, ig.me/dr.p.singer, http://facebook.com/groups/regenerativemedizin, https://www.dr-singer.net/blog und praxis.dr-singer.net
Design KI-unterstützt

Die Kommentare sind geschlossen.