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Take away im antiken Carnuntum – Essen zum Mitnehmen!

In Carnuntum wurde frisch geschrotetes Getreide mit Gemüse und Kräutern zu einem warmen Brei vermischt. Für jene, die es sich leisten konnten, gab es zusätzlich etwas Fleisch oder Speck. Das Essen wurde dann in Töpfen mit nach Hause genommen oder im Forum gegessen.

Die einfache Bevölkerung verfügte meist über keine eigene Küche. Bäckereien und öffentliche Großküchen versorgten das einfache Volk. 

Für die traditionelle Getreidespeise „Puls“ sind unterschiedliche Rezepturen überliefert.

Carnuntum war vom 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. eine bedeutende #römische Stadt in der Provinz Oberpannonien. 

Die Puls ist ein Getreidebrei aus der antiken römischen Küche. Hergestellt wurde der Brei meist aus Emmer (Familie der Weizengetreide). Gemüse, wie beispielsweise Sellerie, Karotten, Pastinaken, Lauch, Zwiebel und Knoblauch wurden hinzugefügt und mit Kräutern und Gewürzen weiter verfeinert. 

Auch Bohnen, Erbsen und Linsen wurden gerne verwendet. Fleisch wurde eher selten verzehrt.

Garum, eine Fischsauce, die gerne als Würze verwendet wurde, musste in Carnuntum importiert werden.

Wegen der Feuergefahr durfte in Wohnhäusern (der ärmeren Bevölkerung) oft nicht gekocht werden. Warme Mahlzeiten, wie die Puls konnten bei den Garküchen gekauft werden. 

Auch damals waren die Essgewohnheiten der reichen und der armen Menschen recht unterschiedlich. 

Die Pulsrezept-Anregung aus Carnuntum:

250 g Dinkelreis (Emmergraupen oder Emmerkörner, die im Mörser grob zerkleinert werden)

120 g getrocknete Bohnen oder 1 kleine Dose weiße Bohnen

1 Zwiebel

1 Zehe Knoblauch

1 Stange Sellerie

1 Karotte

1 Pastinake

1 Stange Lauch

Salz, gemahlener Pfeffer, Kreuzkümmel, Garum (als Ersatz thailändische Fischsauce), Oregano (getrocknet) und frische Kräuter nach Belieben. 

Zubereitung:

Zwiebel, Knoblauch und Gemüse klein schneiden, Kräuter klein hacken.

Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauch anschwitzen, dann das Gemüse hinzugeben und ebenfalls kurz anschwitzen.

Getreide, etwas Salz und mindestens ½ l Wasser hinzugeben (bei Bedarf Wasser nachgießen).

Kurz bevor das Getreide weich wird, die vorgekochten Bohnen hinzufügen.

Wenn das Getreide weich gekocht ist, mit den Gewürzen und Kräutern abschmecken.

https://www.carnuntum.at/de/aktuelles-in-und-ueber-carnuntum/roemisch-kochen/die-puls-fabata-brei-aus-getreide-und-bohnen

(Das in Carnuntum gekochte Rezept wurde angeregt durch Marcus Junkelmann, Panis Militaris, Verlag Philipp von Zabern, Main 1997, S. 194)


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